Transkript KERNPUNKTE-VIDEO NO. 1 – 29.08.2025
Erwägen anthroposophische Institutionen, trotz Warnung Rudolf Steiners, eine Assoziation mit dem «Club of Rome»?
Mein Name ist Kirsten Juel. Ich bin Herausgeberin der KERNPUNKTE und ich habe jetzt ein allererstes Video1 für meine Abonnenten aufgenommen2. Das wird ein bisschen zerstückelt sein. Das liegt einfach daran, dass ich nicht gewohnt bin, vor der Kamera zu stehen und ich meine ganzen Pannen herausschneiden musste. Wer aber unbedingt meine Pannen sehen möchte, bleibe einfach bis zum Schluss des Videos dran3. Da habe ich einige davon drin gelassen. Ich bin ursprünglich Dänisch sprechend, aber ich gehe davon aus, dass wenn man Deutsch versteht, man trotzdem verstehen wird, was ich sage.
Heute werde ich ein Thema besprechen, eine Information betreffend, die mir von drei voneinander vollkommen unabhängigen Quellen zu Ohren gekommen ist. Inwieweit aber diese Sache bereits fortgeschritten ist, inwieweit diese Sache umgesetzt ist oder einfach auch nur eine Idee ist, etwas, was man in Erwägung zieht, darüber kann ich derzeit nichts aussagen.4
Das möchte ich vorausschicken, damit für den Fall, dass es nur eine Erwägung ist und man letztendlich sich dazu entscheidet, das nicht in Realität umzusetzen, dass man das einfach im Bewusstsein hat, wenn man dieses Video schaut, weil ich vermeiden möchte, – falls das nicht nötig ist – dass diese Menschen und diese Institution, um die es geht, unnötig verurteilt wird. Aber die reine Tatsache, dass so etwas wie das, was ich in diesem Video besprechen werde, überhaupt in Erwägung gezogen wird, das ist für mich schon alarmierend genug.
Keine Assoziation im Sinne Steiners
Das Thema, was ich heute besprechen möchte, das habe ich bereits im allerersten Artikel, den ich hier5 gepostet habe, bearbeitet, weil dieses Thema ein unglaublich zentrales Thema ist Und zwar geht es um den Club of Rome:
Es ist mir also zu Ohren gekommen, dass es im heutigen Goetheanum Personen gibt, die irgendeine Art von Zusammenarbeit anstreben mit dem Club of Rome.
Dem Thema möchte ich Folgendes vorausschicken: In Dornach/Schweiz gibt es das Goetheanum. Dieser Bau wurde von Rudolf Steiner, dem Gründer der Anthroposophie, entworfen und war ursprünglich auch Sitz der durch ihn zu Weihnachten 1923 gegründeten anthroposophischen Gesellschaft. Heute sieht das anders aus: Die heutige sogenannte Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft mit Sitz am Goetheanum geht historisch-statutarisch nicht auf die oben genannte, durch Rudolf Steiner gegründete Gesellschaft zurück. Das ist belegt, das kann man im Handelsregister nachlesen6. Das ist einfach eine Tatsache. Und ich betone, dass eine direkte Linie zwischen der 1923 gegründeten Gesellschaft und der heute am Goetheanum sitzenden Institution nicht gezogen werden kann, aus dem Grunde an dieser Stelle besonders stark, weil dort innerhalb des heutigen Goetheanum nun etwas so trübes wie eine Assoziation mit dem Club of Rome, hineinspielt. Somit ist meiner Meinung nach – obwohl es am Goetheanum natürlich auch Menschen gibt, die sich bemühen ganz im Sinne Rudolf Steiners zu wirken – ironischerweise der Punkt erreicht, wo man eigentlich dankbar sein muss sagen zu können, dass die Gesellschaft, die heute dort ihren Sitz hat, nicht auf die 1923 von Steiner gegründete zurückgeführt werden kann...
Keine Kritik, sondern Charakteristik
Ich gehe grundsätzlich davon aus, dass die Menschen nicht bewusst irgendwelchen Impulsen nachhängen oder mit Impulsen sich verbinden wollen, die – ja, eigentlich – bösartig sind, sondern dass die Menschen einfach nicht ordentlich informiert sind darüber, was eigentlich zum Beispiel ein solcher Club of Rome ist.
Ich möchte auch nicht KERNPUNKTE darauf aufbauen, andere niederzumachen, sondern das Problem und der Grund, warum ich jetzt aber doch dieses Thema heute bringe, ist, dass so sehr ich niemandem kritisieren möchte und so wenig ich KERNPUNKTE auf Kritik von anderen aufbauen möchte, so sehr möchte ich – als jemand der öffentlich und offen meine Wertschätzung für Rudolf Steiner zum Ausdruck bringt – es vermeiden, in einen Topf geworfen zu werden mit anthroposophisch angehauchten Richtungen, die einen Sinn in einer Assoziation mit dem Club of Rome sehen. Und ich möchte vor allem in aller Deutlichkeit zum Ausdruck bringen, dass, wenn das heutige Goetheanum sich mit dem Club of Rome assoziiert, so ist das, – meiner Meinung nach – wie wir anhand von Rudolf Steiners eigenen Worten auch sehen werden, keineswegs in seinem Sinne, sondern dessen Gegenteil.
Was ist Neomalthusianismus?
Was aber ist nun überhaupt dieser Club of Rome, von dem hier immer die Rede ist? Das Oxford University-Lexikon schreibt über den Club of Rome, dessen Weltanschauung auch als «Neo-Malthusianismus» bekannt ist, folgendes:
«Neomalthusianismus ist eine pessimistische Sichtweise des Verhältnisses zwischen Bevölkerung, Wirtschaftswachstum und Ressourcen, die auf den Ideen von Thomas Malthus beruht, der die Ansicht vertrat, dass dem Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum schließlich durch absolute Grenzen von Ressourcen […] ein Ende gesetzt werden würde, [sowie] dass ein fortgesetztes Bevölkerungswachstum und die mit der wirtschaftlichen Entwicklung einhergehenden Um weltbelastungen irreversible Schäden an den Umweltsystemen verursachen könnten, die die Grundlage des Lebens bilden. Diese Denkweise wurde durch Bücher wie «Die Grenzen des Wachstums» [Ein Bericht des «Club of Rome»] weit verbreitet.»7
Wiederbelebung des Malthusianismus durch den «Club of Rome»
Die Idee also des Thomas Malthus war die folgende: Es gibt nur eine begrenzte Menge an Ressourcen auf der Erde und diese Ressourcen sind nicht erneuerbar. Wenn dann viele Menschen auf der Erde sind, die alle etwas zu essen haben wollen, Autos fahren wollen, Häuser bauen wollen, also generell eine Industrie haben wollen, dann ist das eigentlich für den Planeten – im Sinne von Malthus – etwas ganz gefährliches, weil je mehr die industrielle Entwicklung der Menschheit wächst, desto mehr wird von diesen Ressourcen gebraucht.
Die Malthusische Katastrophe
Wir hätten also dann laut Malthus eine Kurve (siehe Abbildung) mit zwei sich kreuzenden Linien; die eine bildet die Ressourcen, die laut Malthus nicht zunehmen können, und die andere die Bevölkerungszunahme und somit die Zunahme des Verbrauchs der nicht zunehmenden Ressourcen und wir haben da, wo sie sich treffen, die sogenannte «Malthusianische Katastrophe», also den Punkt, an dem der Ressourcenbedarf die Menge der vorhandenen Ressourcen übersteigt und dann wird – laut Malthus – der große Kampf aller gegen alle entstehen, weil die Menschen um die Nahrung kämpfen werden.
Laut Oxford University-Lexikon ist also – wie wir hörten – die Weltanschauung des Club of Rome, also des sogenannten Neomalthusianismus,
«eine pessimistische Sichtweise des Verhältnisses zwischen Bevölkerung, Wirtschaftswachstum und Ressourcen, die auf [diesen] Ideen von Thomas Malthus beruht.»8
Lassen wir daher Malthus selbst zum Wort kommen, damit wir ein besseres Verständnis bekommen von diesen Ideen, die dem Club of Rome zugrundeliegen:
«Es ist ohne Zweifel, dass die Zunahme der Bevölkerung, wie stark auch immer die Zunahme der Lebensmittel sein mag, durch Letztere begrenzt werden muss, spätestens dann, wenn die Lebensmittel einmal in den kleinstmöglichen Rationen aufgeteilt wurden, die zum Erhalt des Lebens notwendig sind. Alle Kinder, die darüber hinaus geboren werden, was zur Aufrechterhaltung der Bevölkerung bis zu dieser Grenze erforderlich wäre, müssten notwendigerweise zugrunde gehen, es sei denn, dass für sie durch den Tod erwachsener Personen ein Platz freigemacht würde. Um konsequent zu handeln, sollten wir daher die Vorgänge der Natur, die diese Sterblichkeit hervorrufen, fördern, anstatt uns törichterweise und vergeblich zu bemühen, sie zu verhindern. Und sollten wir die Form der grausamen Hungersnot vermeiden wollen, die so häufig auftritt, müssen wir umso eifriger die anderen Formen der Zerstörung fördern, die wir der Natur verdanken. In unseren Städten sollten wir daher die Straßen enger machen, mehr Menschen in die Häuser drängen und die Rückkehr der Pest fördern. Auf dem Land sollten wir unsere Dörfer in der Nähe von stehenden Gewässern bauen und insbesondere die Ansiedlung in allen sumpfigen und ungesunden Gegenden unterstützen. Allem voran sollten wir Heilmittel für ernste Krankheiten verhindern und ebenso auch jene wohlwollenden, aber schwer irrenden Männer, die meinen der Menschheit einen Dienst zu erweisen, indem sie Strategien zur gänzlichen Überwindung bestimmter Krankheiten entworfen haben».
Diese Männer irren – meint Malthus –, die eben die Menschen heilen wollen. «Diese gutmeinenden Menschen, – wir wollen natürlich würdigen, dass sie gutmeinend sind –, aber wir wollen ihnen jetzt auch beibringen, warum das nicht gut für die Menschheit ist, Menschenleben zu retten».
«Durch diese und ähnliche Mittel kann die jährliche Sterblichkeitsrate von 1 zu 36 oder 40 auf 1 zu 18 oder 20 erhöht werden. Die Natur wird und kann in ihren Bestrebungen nicht bezwungen werden. Die notwendige Sterblichkeit muss in der einen oder anderen Form erfolgen. Und die Ausrottung einer Krankheit wird nur den Startschuss für den Ausbruch einer anderen, vielleicht noch tödlicheren Krankheit bedeuten.»9
Das sagt Malthus. Und auf die Malthusische Lehre baut der Club of Rome. Während Malthus jedoch ein Theoretiker war, der grausame Worte in den Mund nahm, ist der Club of Rome, seiner Gründungsintention nach, ein Organ, das zwar der Sprache nach vorsichtiger ist, aber dafür nach praktischer Umsetzung dieser Ideen strebt. Ich werde später auch Videos hier zeigen10, die das belegen, dass solches vom Club of Rome ausgeht und ganz bewusst auch so gesagt wird.
Das also ist das menschenfeindliche Weltbild das letztendlich hinter dem Club of Rome steckt, wenn es auch heute zumeist in der sympatischen Sprache einer grünen Agenda verhüllt ist, bei der von Rettung des Planeten die Rede ist, aber verschwiegen wird, dass «Rettung», an dieser Stelle, Rettung vor dem Menschen bedeutet, indem die Menschheit – als einzig unnatürlicher Bestandteil der Welt – der Zahl nach reduziert werden soll, um das aussermenschliche – daher natürliche – Gleichgewicht des Planeten wieder herzustellen.
Rudolf Steiners Warnung vor dem sozialen Malthusianismus
Zwar sah die Welt mit Aurelio Peccei und Alexander Kings Gründung des Hauptzweiges des Club of Rome 50 Jahre später und mit dem Erscheinen des Club of Rome-Reports Limits to Growth, also Grenzen des Wachstums, wieder anders aus, aber 1916 konnte Rudolf Steiner über die Ideen des Malthus noch Folgendes sagen:
«Daraus ging ein Prinzip hervor, das, ich möchte sagen, Gott sei Dank nur kurze Zeit wenige verblendet hat, […] das Prinzip des sozialen Malthusianismus»11
Zwei Jahre später, genau 50 Jahre vor der Gründung des Club of Rome, warnte Steiner davor, dass diese Denkrichtung zukünftig in eine Art von sozialem Chaos hineinführen wird:
«Was will denn eigentlich die ganze Volkswirtschaft? Sie will doch nicht nur, sie kann wenigstens nicht nur verteilen wollen, was da ist, sondern sie muss doch auch darauf sehen, dass etwas da ist, dass materielle Güter wirklich produziert werden. Es kommt ja auch darauf an, dass man der Erde Güter abgewinnt. Wie steht das Verhältnis des Menschen zu den Gütern, die der Erde abgewonnen werden? Darüber hat eigentlich erst Malthus bewusste Gedanken aufgestellt, und zwar liefen seine Gedanken in einer Bahn, die im Grunde genommen schon den Menschen bis zu einem gewissen Grade bedenklich machen kann. […] Er sagte: Wenn man überblickt die Bevölkerungszunahme der Erde – er war der Ansicht, der ja viele moderne Menschen sind, dass die Bevölkerung der Erde immer zunimmt – und wenn man überblickt die Zunahme der geförderten Nahrungsmittel, […] so stellt sich ein Verhältnis heraus. Und Malthus drückt es etwas mathematisch aus, indem er sagt: Die Zunahme der Lebensmittel geht in arithmetischer, die Zunahme der Menschen in geometrischer Progression vor sich. […] Nehmen wir an, das Verhältnis der Nahrungsmittelzunahme ist 1, 2, 3, 4, 5, so würden wir das geometrische Verhältnis haben: 1, 2, 4, 8, 16. Er meint mit anderen Worten, die Bevölkerung nimmt viel schneller zu, als die Nahrungsmittel zunehmen. Er ist also der Ansicht, die Entwickelung der Menschheit kann der Gefahr gar nicht entgehen, dass Kampf ums Dasein eintritt, und dass endlich viel zuviele Menschen da sind im Verhältnis zur Nahrungsmittelzunahme. […] Er kommt dazu, oder wenigstens seine Anhänger kommen dazu, dass es eigentlich gegen die Entwickelung spricht, viel Armenpflege und dergleichen zu treiben, denn dadurch züchtet man nur die Überbevölkerung, und das ist der Menschheitsentwickelung schädlich. Er kommt sogar dazu, zu sagen: Derjenige, der schwach ist im Leben, den lasse man ununterstützt, denn es kommt darauf an, dass die Unzulänglichen im Leben ausgemerzt werden. – Er versucht dann noch andere Mittel, von denen ich hier nicht sprechen will, ich kann es nur andeuten. Das Zweikindersystem sucht er namentlich zu empfehlen, um die Naturtendenz der Übervölkerung hintanzuhalten. Kriege betrachtet er als etwas, was notwendig in der Menschheitsentwickelung auftreten muss, weil eben die Naturtendenz vorhanden ist, dass die Bevölkerungszunahme eine weitaus schnellere ist als die Lebensmittelzunahme. Sie sehen, eine recht pessimistische Anschauung über die wirtschaftliche Menschheitsentwickelung tritt da in die Geschichte ein. […]
Dann wurde gewissermaßen immer wieder hingewiesen auf die soziale Struktur selbst, auf die Art und Weise, wie die Menschen das, was da ist, zu verteilen haben, damit sie möglichst großen Wohlstand erzielen; nicht, wie man aus der Erde heraus möglichst viel schafft, sondern mehr auf die Verteilung ging die Frage. Nun, im Laufe der Gedankengänge treten da verschiedene Dinge auf, die zu beachten wichtig ist, weil sie das soziale und sozialistische Denken der Gegenwart vorbereiten, das schon bis zu einem hohen Grade die Menschen hineingeführt hat und noch weiter hineinführen wird in eine Art von sozialem Chaos, aus dem der richtige Ausweg eben ganz notwendigerweise gesucht werden muss.»12
Anthroposophie und Anti-Anthroposophie
Wie kommt eine Institution – wie Goetheanum – dazu, sich auf Steiner zu berufen und zugleich Impulse innerhalb seiner 4 Wände aufkommen zu lassen, die sich mit dem Club of Rome assoziieren, wenn Steiner bereits vor 100 Jahren – und das nicht nur in den wenigen hier zitierten Stellen – ausdrücklich vor den Gefahren der Malthusischen Soziallehre warnte? Das passt vorne und hinten nicht zusammen! Der Club of Rome ist eine die Menschheit reduzieren wollende Institution, die Anthroposophie Rudolf Steiners dagegen – schon dem Wortlaut nach – eine Weisheit (Sophie), in der explizit die Entwicklung des Menschen (Anthropos) im Zentrum steht.
Transkript zur besseren Lesbarkeit bearbeitet: Kirsten Juel. Korrektorat: Elisabeth Winterer.
im Transkript ausgelassen.
Ich wollte dem Goetheanum ermöglichen, sich selbst von dem Club of Rome zu distanzieren, bevor ich Beweise bringe.
Kirsten Juel: Von Malthus bis WEF 2023. Wie der Klimaschütze in die Welt kam und was man vor einer «Klima-Abstimmung» wissen sollte https://juels.kernpunkte.com/p/von-malthus-bis-wef-2023.
Siehe eingefügte Abbildung des Handelsregisterauszugs.
Original: «A pessimist view of the relationship between population, economic growth, and resources, based on the ideas of Thomas Malthus, who argued that population growth and economic growth would eventually be checked by absolute limits on resources such as food, energy, or water. This viewpoint grew in popularity particularly between the 1940s and the 1960s, when population growth and economic development were particularly strong in many countries. Many experts concluded that rapid population growth would eventually be checked by some absolute limit on resources (such as food, energy, or water). There was mounting evidence, too, that continued population growth and the environmental stresses associated with economic development could cause irreversible damage to the environmental systems that support life. This school of thinking was widely promoted through books such as Limits to Growth.» Quelle: https://www.oxfordreference.com/display/10.1093/oi/authority.20110810105455393
Original: «A pessimist view of the relationship between population, economic growth, and resources, based on the ideas of Thomas Malthus, who argued that population growth and economic growth would eventually be checked by absolute limits on resources such as food, energy, or water. This viewpoint grew in popularity particularly between the 1940s and the 1960s, when population growth and economic development were particularly strong in many countries. Many experts concluded that rapid population growth would eventually be checked by some absolute limit on resources (such as food, energy, or water). There was mounting evidence, too, that continued population growth and the environmental stresses associated with economic development could cause irreversible damage to the environmental systems that support life. This school of thinking was widely promoted through books such as Limits to Growth.» Quelle: https://www.oxfordreference.com/display/10.1093/oi/authority.20110810105455393
Original: «It is an evident truth that, whatever may be the rate of increase in the means of subsistence, the increase of population must be limited by it, at least after the food has once been divided into the smallest shares that will support life. All the children born beyond what would be required to keep up the population to this level must necessarily perish, unless room be made for them by the deaths of grown persons. […] To act consistently therefore we should facilitate, instead of foolishly and vainly endeavoring to impede, the operations of nature in producing this mortality; and if we dread the too frequent visitation of the horrid form of famine, we should sedulously encourage the other forms of destruction which we compel nature to use. […] In our towns we should make the streets narrower, crowd more people into the houses, and court the return of the plague. In the country we should build our villages near stagnant pools, and particularly encourage settlements in all marshy and unwholesome situations1. But above all we should reprobate specific remedies for ravaging diseases; and those benevolent, but much mistaken men, who have thought they were doing a service to mankind by projecting schemes for the total extirpation of particular disorders. If by these and similar means the annual mortality were increased from 1 in 36 or 40, to one in 18 or 20, we might probably every one of us marry at the age of puberty, and yet few be absolutely starved. If however we all marry at this age and yet still continue our exertions to impede the operations of nature, we may rest assured that all our efforts will be vain. Nature will not, nor cannot, be defeated in her purposes. The necessary mortality must come in some form or other; and the extirpation of one disease will only be the signal for the birth of another perhaps more fatal. […] Political evils would probably be added to physical. A people goaded by constant distress, and visited by frequent returns of famine, could not be kept down but by a cruel despotism. We should approach to the state of the people in Egypt or Abyssinia; and I would ask whether in that case it is probable that we should be more virtuous?» 1«It appears therefore, that we have nothing more to do than to settle people in marshy situations, and oppress them by a bad government.» Quelle: Thomas Robert Malthus An Essay On The Principle Of Population, Or A View Of Its Past And Present Effects On Human Happiness, With An In Quiry Into Our Prospects Respecting The Future Removal Or Mitigation Of The Evils Which It Occasions, London Reeves and Turner/1878 S. 411-412. Zusatzinfo: Titel der anonym herausgegebenen Erstausgabe lautet: An Essay On The Principle Of Population, As It Affects The Future Improvement Of Society. With Remarks On The Speculations Of Mr. Godwin, M Condorcet, And Other Writers. London, Printed for J. Johnson, In St. Pauls Church-Yard 1798.
Siehe KERNPUNKTE Video NO. 2. 13. bzw. 29. April 2026: Steiner warnte vor zukünftigem Einfluss des Malthusianismus. Heute ist die Agenda des neomalthusianischen «Club of Rome» in aller Munde
Rudolf Steiner, Dornach, 07.10.1916, RSV GA 171/1984, S. 231
Rudolf Steiner, Dornach, Dornach 13.12 1918








